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Rollenrodel EM 2022 in Unterammergau (02.09. bis 04.09.2022)

Rollenrodel Schweizer Meisterschaft 2022 - Frutigen

Rennbericht Rollenrodel-Schweizer-Meisterschaft Frutigen 14.AUG.2022

16-AUG-2022 – Michael Ammann

Zum zweiten Mal nach 2018 hat der Verein Seifenkistenrennen Frutigen die Rollenrodler für die Austragung ihrer Schweizermeisterschaft zu sich eingeladen. Athletinnen und Athleten aus Grindelwald, Reichenbach und Geuensee im Kanton Luzern sind am Sonntag angereist, um den Zuschauern die ganze Bandbreite an Möglichkeiten zu zeigen, mithilfe der blossen Schwerkraft auf Rollen und Rädern eine Bergstrasse herunterzubrausen. Nebst den Seifenkisten-Piloten, welche am Samstag und Sonntag ein Einheimischen- bzw. Swiss Cuprennen austrugen, und Rodlern waren auch Skeleton-Fahrer am Start, welche im Gegensatz zu den Rodlern mit dem Kopf voran ihre Disziplin bestreiten. 

Die Strecke auf dem Hasli in Frutigen ist kurvenreich und wegen des rutschigen Asphalts mit grobkörnigem, glattem Gestein etwas heimtückisch, zumindest für die Rollenrodler, die neueren, griffigen Asphalt gewohnt sind. So kam es, dass der eine oder andere Rodler ins Driften geriet und die Strohsäcke touchierte, insbesondere in der Kurve beim Festzelt, vor der man nach einer Speed-Passage herunterbremsen musste, um sie sauber zu erwischen. Etliche Seifenkistenfahrer sind an dieser Stelle gestrauchelt und haben die Strohsäcke abgeräumt oder eine ganze Drehung hingelegt. Sie waren tendenziell auch schneller unterwegs als die Rodler, da ihre Gummi-Pneus für etwas mehr Grip sorgten. 

Zu den Ergebnissen der Rollenrodel-Schweizermeisterschaft der Einsitzer nach zwei Rennläufen: In der Kategorie «Jugend weiblich» wurde die Grindelwalderin Seline Wyss Erste vor Lea Coldebella vom RF Geuensee. Bei den Burschen derselben Altersklassen gewann Colin Steiger aus Geuensee vor seinem Teamkameraden Ben Coldebella, welcher in der berüchtigten «Versorgungskurve» beim Festzelt in die Strohsäcke fuhr und zum Stehen kam. Chantal von Allmen vom SRC Grindelwald gewann die Juniorinnen-Kategorie konkurrenzlos. Ihr Bruder Silvano tat es ihr gleich und gewann konkurrenzlos die Junioren-Kategorie. In der Altersklasse «Herren allgemein» wurde der Grindelwalder Jérôme Almer Erster vor Simon Almer. Der Routinier Albert Almer gewann konkurrenzlos die Alterskategorie III. Die Alterskategorien I und II wurden zusammengenommen: Dort wurde Albert Steffen aus Grindelwald Erster vor Reto Coldebella aus Geuensee und Michael Ammann aus Grindelwald. Die Brüder René und Christoph Steiger aus Geuensee wurden Vierte und Fünfte. Aimee Moat aus Reichenbach, die für den SRC Grindelwald startet, gewann in der Damenkategorie und wurde Schweizermeisterin. Seline Wyss war dabei zwar schneller als Moat, darf jedoch aufgrund ihres jungen Alters gemäss Reglement den Titel «Schweizermeisterin» nicht führen. Schweizermeister über alle Kategorien wurde Albert Steffen, Vize-Schweizermeister Reto Coldebella. 

Drei Doppelsitzerpaare teilten die Podestplätze unter sich auf: Schweizermeister wurde Albert Steffen mit seiner Partnerin Aimee Moat vor der Geuenseer-Grindelwalder Paarung Reto Coldebella/Chantal von Allmen und dem Grindelwalder Doppelsitzer Jérôme Almer/Silvano von Allmen. 

Die Veranstalter und Teilnehmer hatten Wetterglück. Es blieb trocken, bewölkt und angenehm warm. Erstaunlicherweise kam trotz der vielen spektakulären Abflüge niemand zu Schaden, weder bei den Rodlern noch bei den Seifenkistenfahrern. Die Rollenrodler werden die Einladung des Vereins Seifenkistenrennen Frutigen auch für zukünftige Schweizermeisterschaften gerne annehmen.

Internationaler Rollenrodel Cup 2022 - Imsterberg

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Rennbericht Rollenrodeln Imsterberg 2./3. Juli 2022

05-JUL-2022 – Michael Ammann

Die Österreicher nennen es Kaiserwetter. Bei warmen Temperaturen, viel Sonnenschein und nur leichter Bewölkung wurde in Imsterberg in Tirol die Rollenrodelsaison 2022 eröffnet. Athletinnen und Athleten aus fünf Nationen waren angereist, einzig die Slowenen fehlten zum Auftaktrennen komplett. Zum ersten Mal seit drei Jahren galten keinerlei Einschränkungen mehr hinsichtlich der Covid-Pandemie. Imsterberg ist seit fünf Jahren jeweils im Juli fester Bestandteil des Rodel Austria Rollenrodel-Cups. Die Strecke ist eine sehr breite asphaltierte Bergstrasse mit vier Kurven und drei recht langen Geraden. Sie ist technisch weniger anspruchsvoll als andere Strecken, aber dafür auch etwas schneller. Und obwohl sie keine Fehler verzeiht, ist sie für Einsteiger hervorragend geeignet. Insgesamt nahmen 14 Schweizer Athletinnen und Athleten aus drei Rodelclubs teil, davon sieben vom SRC Grindelwald. Neu ist Aimee Moat zum SRC Grindelwald gestossen. Sie ist die Tochter von Kevin Moat aus Reichenbach, der bereits in der vergangenen Rodel-Wintersaison einige Erfolge verbuchen konnte. Gemeinsam mit Albert Steffen bildet Aimee Moat ein Doppelsitzergespann, das zu den beiden Auftaktrennen zweimal einen 2. Platz herausfahren konnte. Steffen/Moat mussten sich lediglich den Cousins Fabian und Simon Achenrainer aus Tirol geschlagen geben, welche bereits in den Jahren zuvor die Doppelsitzerkategorie dominierten. Dritte wurden beide Male Niko Hörth und Michelle Armbruster vom Weissen Blitz Neusatz aus Deutschland. Der zweite Grindelwalder Doppelsitzer mit Daniel Moser und Jérôme Almer wurde zweimal Vierter. 

Albert Steffens Tochter Seline Wyss wurde am Samstag in der Kategorie «Jugend weiblich» Erste vor den Tirolerinnen Alina Schaffenrath und Emma Ruetz. Am zweiten Renntag konnte sich Schaffenrath vor Wyss und Ruetz auf den ersten Platz setzen. Auch in den kommenden Rennen sind spannende Duelle zwischen Wyss und Schaffenrath zu erwarten. Bei den «Damen allgemein» wurde Aimee Moat vor Judit Kräuchi vom RT Calanca Zweite. Erste wurde die Deutsche Lisa Walch. Am Sonntag verzichtete Judit Kräuchi auf einen Start, sodass die Tirolerin Karin Thöni hinter Walch und Moat Dritte wurde. In der Herren-Masterklasse belegte Albert Steffen vor den Österreichern Alfred Achenrainer und Johann Grasch den ersten Platz. Reto Coldebella vom RF Geuensee und Michael Ammann vom SRC Grindelwald belegten zweimal den 4.  bzw. 5. Platz in der Masterklasse. Steffen wurde am Samstag über alle Kategorien Sechster. Bei den «Herren allgemein» belegte Jérôme Almer am Samstag den 5. und am Sonntag den 4. Platz. In der Kategorie «Jugend männlich» wurde Ben Coldebella vom RF Geuensee zweimal guter Fünfter. 

Steffen gewann am Sonntag die Masterklasse erneut und konnte sich über alle Herren-Kategorien auf den 4. Gesamtrang verbessern. Beide Rennen gewann der Tiroler Fabian Achenrainer vor dem Südtiroler Fabian Brunner. Bei den Damen gewann zweimal die Tirolerin Riccarda Ruetz. 

Die Saison wird am 20./21. August in Ried im Oberinntal in Tirol fortgesetzt. 

Sportrodel Schweizer Meisterschaft 2022 - Grindelwald

Schweizer Meister aller Klassen 2022: Albert Steffen & Judit Kräuchi

Swiss-Cup Finale 2022