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Am Wochenende des 25./26. August fand in Bühl-Neusatz, Baden-Württemberg, der 13. Grosse Preis von Europa bzw. die 4. Europameisterschaft im Rollenrodeln statt. Das GP-Rennen am Samstag diente hierbei als Qualifikation für die Europameisterschaft vom Sonntag. Ebenfalls wurden beim Grand-Prix-Rennen die Altersklassen-Wettbewerbe ausgetragen. Für die Europameisterschaft wurde die Klasseneinteilung wiederum aufgehoben und der beste Rodler unter den 15 Qualifizierten Herren des Grand Prix vom Vortag wurde ermittelt, ebenso die beste Rodlerin.

Am Samstag ergossen sich sintflutartige Regenfälle über dem badischen Austragungsort, was aber wenigstens gleiche Rennbedingungen für alle Teilnehmer gewährleistete: Der Regen ist für Rodler kein Grund, ein Rennen nicht zu bestreiten, ganz im Gegenteil, für manche sind nasse Bedingungen sogar von Vorteil und sie können dank ihres Regentrainings und optimaler Ausrüstung davon profitieren. So zum Beispiel das Rennteam vom SRC Grindelwald: Albert Steffen gewann die Alterskategorie II vor dem Österreicher Manfred Trieb und dem Slowenen Bostjan Vizjak. Albert Almer wurde 6. in dieser Kategorie. In der allgemeinen Herrenklasse belegten Daniel Moser und Jérôme Almer die Plätze 4 und 6. Simon Almer erlangte bei den Junioren den guten 4. Platz. Michael Ammann gewann etwas unerwartet die Herren Alterskategorie I vor dem Österreicher Markus Trieb und dem Slowenen Nejc Gregorac. Ammann siegte dabei mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur zwei Hundertstelsekunden. Das Doppelsitzerpaar Albert Steffen/Jessica Stiehl belegte hinter den Österreichern Bernd Neurauter/Riccarda Ruetz und dem Brüderpaar Fabian und Simon Achenrainer den 3. Platz.

Vier Rennfahrer des SRCG haben sich am Samstag für die Europameisterschaft vom Sonntag qualifiziert und fuhren in die Top 15. Der starke Regen wich einem sonnigen Spätsommertag. Daniel Moser wurde bester Schweizer und fuhr mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor Albert Steffen auf den 6. Platz. Michael Ammann wurde gesamthaft 14. und Jérôme Almer wurde 15. Die drei Podestplätze belegten die Österreicher Bernd Neurauter, Fabian Achenrainer und Andreas Födinger. Den Europameistertitel bei den Damen eroberte sich die Österreicherin Riccarda Ruetz vor ihrer Landsfrau Michelle Schnepfleitner und der Slowenin Tina Velikanje.

Die Doppelsitzer-Europameisterschaft gewannen die Brüder Achenrainer. Die Paarung Steffen/Stiehl erlangte nach einer beherzten Fahrt den Vize-Europameistertitel vor den Österreichern Neurauter/Ruetz. Der zweite Schweizer Doppelsitzer, der von Daniel Moser gesteuert wurde, erreichte Platz 4.